Brief der Geschäftsführung

Zur aktuellen Situation.
Liebe Angehörige, liebe Bewohner, Mitarbeitende und Unterstützer von Zerhusen & Blömer,

wir hoffen, Ihnen allen geht es gut und dass Sie wohlbehalten durch diese Zeit kommen. Gerne möchten wir Ihnen von unserer neuen routinierten Normalität berichten. Zu dieser Normalität gehört ein lückenloses Hygienekonzept und überaus verständnisvolle Bewohner, fürsorgliche Angehörige und Schwestern, die mit dem engagierten Personal gemeinsam an einem Strang ziehen.

 

Auch wenn wir dies selbstverständlich nicht hoffen und auch alle wichtigen Hygienemaßnahmen ergreifen, so rechnen wir stets damit, dass es zu Neu-Infektionen mit dem Corona-Virus oder anderen Erkrankungen kommen kann. Wir sind vorbereitet und darauf eingestellt. Bei ersten Anzeichen leichter Symptome ergreifen wir professionell und schnell alle notwendigen Maßnahmen, zum Beispiel durch einen Corona-Schnelltest. Dies tun wir proaktiv aus Fürsorge und auf Eigeninitiative. Und nicht erst, wenn das Gesundheitsamt dies anordnet. Unsere Chance besteht darin, weiterhin ein freies Leben zu ermöglichen. Und gleichzeitig frühzeitig zu handeln, sollte einem Bewohner oder einem Mitarbeitenden nicht wohl sein.

Tagespflege Dorfstraße wieder geöffnet

Zu diesen vorsorglichen Maßnahmen gehört auch, dass Mitarbeitende oder Bewohner präventiv in Quarantäne gehen. So hatten wir die Tagespflege Dorfstraße genau aus diesem Grund vorsorglich geschlossen, mehrere Mitarbeitende gingen in Quarantäne und eine Person in Isolation. Alle getesteten Kontaktpersonen waren negativ, so dass wir die Tagespflege wieder öffnen konnten und uns freuen, unsere Gäste hier wieder begrüßen zu dürfen. Uns ist bewusst, dass dies in der jetzigen Zeit keine Selbstverständlichkeit ist. Wie bereits beschrieben, müssen wir stets mit möglichen neuen Fällen rechnen, da dies zu unserer neuen Normalität gehört. Gleichzeitig tun wir alles in unserer Macht stehende, um die Sicherheits- und Hygienemaßnahmen täglich zu überprüfen und Krankheiten optimal vorzubeugen.

Positiv und negativ getestete Personen

Erfreulicherweise haben wir auf unseren vier Pflege-Wohnbereichen MARIA, ANNA, KLARA und SILVIA aktuell keine einzige positiv getestete Person. Durch einen Schnelltest konnten wir sehr zügig feststellen, dass im Konvent der Ordensschwestern – der sich autark von den Pflegebereichen selbst organisiert – eine Ordensschwester Corona-positiv ist. Sie hatte lediglich leichte Symptome wie Unwohlsein, jedoch keinen Husten und auch keine Halsschmerzen. Sie selbst war von dem Ergebnis überrascht. Daraufhin haben wir umgehend das Gesundheitsamt informiert und bei ihr sowie allen Kontaktpersonen einen weiteren Test durchgeführt, den sogenannten „PCR Test“. Vorsorglich wurden 60 Personen getestet, davon sind aktuell 15 Schwestern Corona-positiv. Sie weisen keine oder lediglich leichte Symptome auf und sind bereits vor dem Ergebnis, das uns durch das Gesundheitsamt übermittelt wurde, in Quarantäne gegangen und befinden sich jetzt in Isolation. Auch die Kontaktpersonen sind frühzeitig in vorsorgliche Quarantäne gegangen.

Die Schwestern leben im Konvent in ihren eigenen Wohnungen zusammen – das können Sie sich vorstellen wie eine große, fürsorgliche Familie. Sie sind ehrenamtlich tätig, essen zusammen Mittag, gehen gemeinsam die Kirche.

Erweitertes Testkonzept & FFP2-Masken

Unser Eindruck ist ganz klar, dass sich das zweistufige Testsystem bewehrt macht. Denn sofort, als wir Antigen-Schnelltests käuflich erwerben konnten, haben wir diese eingesetzt. So können wir bei kleinsten Anzeichen testen und haben innerhalb weniger Minuten ein erstes Ergebnis auf eine akute Corona-Infektion. Danach folgt in einem zweiten Schritt der „PCR Test“. Zudem haben wir frühzeitig mit dem Herbst freiwillig und vorsorglich auf das Tragen von FFP2-Masken umgestellt. Die von uns verwendeten Masken enthalten kein Ventil, sitzen besser und fester im Gesicht und verringern den Aerosolausstoß stärker als der übliche Mund-Nasen-Schutz. Auch unser Besucherkonzept hatten wir dahingehend angepasst: Beim Betreten der Wohnbereiche bitten wir alle Personen um das Tragen einer FFP2-Maske.

Schulungen

Nach wie vor werden die Online-Schulungen unserer Mitarbeitenden mit Neuerungen im Hygienekonzept und weiteren wichtigen Maßnahmen und Änderungen rund um Covid-19 regelmäßig und sorgfältig besucht. Daher verzichten wir weitestgehend auf direkte Meetings, um so das Infektionsgeschehen niedrig zu halten.

Spagat zwischen Sicherheit und Freiheit

Aktuell sehen wir uns in einem Spannungsfeld zwischen wichtiger und notwendiger Sicherheit auf der einen Seite und dem Freiheits- und Bewegungsbedürfnis der Menschen anderseits. Wir wollen den Bewohnern alles, was ihnen am Herzen liegt und machbar ist, ermöglichen. Wir können nicht über Monate das gewohnte Leben aussetzen. Dies würde zu Frustration und Einsamkeit führen. Wir möchten jedem Bewohner (ohne Symptome) ermöglichen, das Haus verlassen zu können. Das geht nur, wenn wir alle besonders achtsam sind. Wir möchten das gesunde Mittelmaß finden. Mit gewohnter, ruhiger und sorgfältiger Routine haben wir durch den Schnelltest und andere wichtige Hygienemaßnahmen einen sinnvollen Weg gefunden, diesen verantwortungsbewussten Spagat hinzubekommen.

Alle unsere getroffenen Maßnahmen sind notwendig und wichtig, um den Bewohnern größtmögliche Lebensqualität bei gleichzeitiger proaktiver Vorsorge zu ermöglichen. Die liebevolle und fürsorgliche Pflege und ein achtsames, soziales Miteinander ist uns allen ein wichtiges Anliegen.

Sollten Sie Fragen oder Wünsche haben, melden Sie sich gerne jederzeit.

Bitte bleiben Sie gesund.

Rufen Sie uns gerne an unter der Nummer Tel: 04442-805-0