Ambulante Pflege

23 Jan Unser Gütesiegel: Wertschätzung

Wir bei Zerhusen & Blömer zeichnen uns durch eine Wertschätzungskultur aus. Das geht in alle Richtungen: Wertschätzung den Kolleginnen und Kollegen gegenüber, Wertschätzung den zu Pflegenden und ihren Angehörigen gegenüber, Wertschätzung des Teams und auch sich selbst gegenüber. So sind wir eine große Gemeinschaft, die sich gegenseitig fürsorglich unterstützt. Damit dies auch greifbar wird, tauschen wir uns regelmäßig zu Momenten aus, die wir als wertschätzend in unserer täglichen Arbeit empfinden. Den Auftakt macht Petra:

Petra über den Wertschätzungsmoment mit einer Angehörigen

„Ich arbeite gern in der Tagespflege. Ich freue mich, für andere Menschen da zu sein und mich um sie zu kümmern. Einer der schönen Momente ist es, wenn direkt von diesen Menschen etwas zurückkommt. Liebe Worte oder ein ehrliches Lächeln. Ich gebe Wertschätzung und dafür bekomme ich Wertschätzung zurück. Das ist einfach schön. Ein Gast war uns sehr verbunden. Leider ist dieser vor kurzer Zeit gestorben und wir vermissen seine freudige und gesellige Art.“

„Es tut gut zu wissen, dass unsere Arbeit in der Pflege wertgeschätzt wird.“ (Petra)

„Seiner Tochter haben Worte als Zeichen der Wertschätzung nicht gereicht und daher hat sie uns einen hohen Geldbetrag gespendet. Ich bin noch immer überwältigt von dieser Großzügigkeit. Von dem Geld wurden Anschaffungen für die Beschäftigung und für die Tagespflege getätigt. Wir haben uns im Team so sehr über diese Spende gefreut und fühlen uns dadurch gestärkt. Es tut gut zu wissen, dass unsere Arbeit in der Pflege wertgeschätzt wird. Danke an die Tochter, unserer großzügigen Spenderin!“

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01 Jan Wir sagen: Danke!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

und schon ist das alte Jahr wieder vorbei! Überall sehen wir Nachrichten mit guten Vorsätzen und neuen Zielen. Wir meinen: zum neuen Jahr brauchen wir keine neuen Ziele. Im Gegenteil. Wir brauchen unsere alten Ziele! Wir dürfen nicht müde werden, sie weiter mit vollem Einsatz zu verfolgen.

Große Ziele erreicht man, indem man viele kleine Schritte geht. (Weisheit)

„Warum tust du das?“ fragte ich meine Mutter damals, an diesem Spätsommertag im Jahr 2001. Sie hatte uns am Küchentisch gerade mitgeteilt, dass sie sich zusammen mit ihrer Schwester Elisabeth selbständig machen wollte. Mit 52 Jahren. Ein ambulanter Pflegedienst. Dass sie eine Hypothek auf das Haus aufnehmen wollte für die benötigte Geschäftsausstattung um loslegen zu können. Dass sie eine Weiterbildung zur Pflegedienstleitung machen wollte und auch eine zur ISO-zertifizierten Qualitätsmanagementbeauftragten. „Warum tust du das?“ fragte ich nochmal. „Weil ich weiß, dass es einen anderen, einen wertschätzenderen Weg gibt, Menschen zu pflegen.“

Wir bei Zerhusen und Blömer haben die Vision einer starken, wertgeschätzten, relevanten Pflege. Die Pflege braucht einen Stellenwert, sie benötigt Wertschätzung, sie verlangt nach Kraft, um aus einer defizitgeprägten Mangelhaltung im Gesundheitswesen herauszukommen. Durch unser unternehmerisches Handeln schaffen wir eine Pflegewelt, die als Leuchtturm genau diese, unsere Werte bereits jetzt sichtbar, fühlbar, erlebbar macht. Es ist unsere feste Überzeugung, dass sich die (Pflege-)Welt nicht durch Meinungen und gute Ratschläge verändert, sondern nur durch gute Vorbilder. Wir bei Zerhusen und Blömer möchten eines dieser guten Vorbilder sein.

Mehr Wertschätzung für die Pflege

Wir arbeiten jeden Tag daran, unserem Ziel ein Stück näher zu kommen. Wir wissen, dass der Weg dorthin noch lang ist. Und deshalb gehen wir heute einen Schritt. Und morgen noch einen. Und das dann wieder 365 mal auch im kommenden Jahr 2023. „Große Ziele erreicht man, indem man viele kleine Schritte geht“, sagt eine Lebensweisheit. Von schnell ist dort nicht die Rede. Und sicherlich hilft es, auch nicht jeden Tag in eine andere Richtung zu laufen sondern das Ziel immer im Blick zu behalten. Was uns bei Zerhusen und Blömer antreibt, dass ändert sich nicht zum 1. Januar. Was uns bei Zerhusen und Blömer antreibt, das bleibt bestehen: Wertschätzung leben, Pflege stärken.

Heute, zum Neujahrtag, möchten wir, dass wir uns gegenseitig wirklich auf die Schulter klopfen. Dass wir uns gegenseitig wertschätzen, für das Besondere, was wir gemeinsam jeden Tag in der Pflege leisten. Dass wir uns gegenseitig „Danke“ sagen für all das Schöne, das wir in den vergangenen 365 Tagen erlebt haben. Für die Umarmung der Kollegin, für die gute Zusammenarbeit mit Angehörigen oder auch dafür, wie wir es geschafft haben, den Sterbeprozess eines lieben Kunden würdig zu gestalten, so dass er in Frieden gehen konnte.

Danke

Im Gesundheitsbereich brennt es aktuell. Um das zu erkennen reicht ein Blick in die Nachrichtigen. Egal ob in Krankenhäusern, in Arztpraxen oder auch in vielen Pflegeeinrichtungen – die Situation ist dramatisch. Bei Zerhusen und Blömer haben wir es alle gemeinsam geschafft, dass wir trotz enorm vielen externen Herausforderungen weiterhin unsere Vision einer wertschätzenden Pflege leben können. Dafür möchten wir dir, möchten wir jedem einzelnen unserer 240 Z&B Familienmitglieder von ganzem Herzen „Danke“ sagen. Schön, dass wir gemeinsam diese Welt ein kleines Stückchen besser machen. Jeden Tag.

 

Eure Familien Zerhusen und Blömer

Angela, Elisabeth, Marie-Luise und Ulrich

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05 Dez Von der Sonne in den Tank

Als ambulanter Pflegedienst fahren wir jeden Tag hunderte Kilometer durch den Landkreis. Wir haben uns daher bereits vor zwei Jahren entscheiden, unseren gesamten Fuhrpark komplett auf Elektromobilität umzustellen.

Investition in Photovoltaik

Im ersten Schritt haben wir dazu große Photovoltaikanlagen gekauft und installiert. Eine der Anlagen ist auf das Gebäude des Pflegedienstes gekommen, eine zweite, größere Anlage wird in diesen Tagen auf dem Dach des St. Anna-Stifts Kroge installiert. 12 von 19 Autos fahren bereits voll elektrisch. Die restlichen werden im kommenden Jahr nach und nach umgestellt.

Unser Ziel ist es, möglichst bald ausschließlich mit Sonnenenergie zu fahren. Von der Sonne direkt in den Tank. Das ist eine schöne Vorstellung. (Ulrich Zerhusen)

Kollegin im Dienstplan: Die Sonne

„Unser Ziel ist es, möglichst bald ausschließlich mit Sonnenenergie zu fahren“ sagt Geschäftsführer Ulrich Zerhusen. „Von der Sonne direkt in den Tank. Das ist eine schöne Vorstellung“ ergänzt er. Zudem biete sich die Flotte eines Pflegedienstes ideal an. Es gäbe viele kleine Touren im begrenzten Radius. Zugleich stehen die Autos ab ca. 10 Uhr bis zum Abend auf dem Parkplatz. Die perfekte Zeit also um von der Sonne aufgeladen zu werden. Als Unternehmen haben wir viel Geld in die Infrastruktur investiert. Aktuell bauen wir weitere Wallboxen zum Laden auf, damit auch alle Autos immer schnell aufgeladen werden können.

Öffentliche Ladestation

Vor unserem Klostercafé beim St. Anna-Stift Kroge haben wir zudem auch eine öffentliche Ladestation aufgebaut. Diese wird in den kommenden Wochen in Betrieb genommen werden. Hier kann dann auch jeder Gast sein Elektrofahrzeug aufladen.
Sobald auch dann auch die PV-Anlage beim St. Anna-Stift Kroge ans Netzt geht wird es noch energieeffizienter werden. So leisten wir gleichzeitig auch einen Beitrag, sparsam mit fossilen Energieträgern umzugehen.

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14 Okt Musikzauber im Alltag

Musiktherapeut Peter verrät uns im Interview, wie er zu Zerhusen & Blömer gekommen ist und was er bei uns Schönes macht.

Peter, wie bist du zur Musik gekommen? Hast du immer schon Musik zu deinem Beruf gemacht?

Musik war immer schon meine große Liebe. Für mich war bereits früh klar, dass ich Musiker werden will. Alles habe ich dieser Leidenschaft untergeordnet. Einen Umstand, der mir viele blaue Briefe und meiner Mutter einige schlaflose Nächte bescherte. Mit 6 Jahren lernte ich das erste Instrument und mit bereits 12 Jahren verdiente ich mein erstes Geld mit Musik. Aber im Vordergrund stand für mich immer das Musik Machen, Erleben und Fühlen.

Warum hast eine Musiktherapie für Menschen mit Demenz entwickelt?

Die Wirkungsweise von Musik auf Menschen mit physischen und psychischen Beeinträchtigungen haben mich bereits beim ersten Kontakt schwer beeindruckt. Dies geschah im Rahmen eines Praktikums, das ich absolvierte, um nach neuen Richtungen für mein Leben zu suchen. Als mein Vater schließlich an Demenz erkrankte, habe ich mich verstärkt mit seinem Krankheitsbild auseinander gesetzt. Das war der Schlüssel für mich, mein gesamtes Leben noch einmal auf den Kopf zu stellen. Ich absolvierte eine Ausbildung zum Musiktherapeuten mit Schwerpunkt Demenzielle-Erkrankungen. Einen Schritt, den ich bis heute keinster Weise bereut habe.

Wie hast du dich zu Z&B verirrt?

Auf Z&B bin ich gestoßen, weil mich das Konzept von Silviahemmet® für Menschen mit Demenz interessierte. Schon der erste Eindruck des St. Anna-Stifts und die professionelle Gestaltung des Lehrgangs nach Silviahemmet® hinterließen bei mir bleibende Eindrücke. Auch die kurze Gastphase auf dem Wohnbereich Silvia bestärkten in mir den Wunsch, einmal eine Musik-Therapiestunde auf diesem durchzuführen. Das Haus befürwortete meine Idee und fragte mich schließlich, ob ich mir vorstellen könne, fest im Hause als Musiktherapeut zu arbeiten. Eine Entscheidung, die mich bis heute trägt und immer wieder anspornt, neue Impulse zu setzen. Es ist ein spannender und fruchtbarer Prozess, mit den Menschen gemeinsam neue Wege zu beschreiten.

Was hast du noch für Ideen und Pläne?

Zur Zeit befinde ich mich in einer neuen Ausbildungsphase und bestreite eine zertifizierte Zusatzausbildung zum Rhythmikgeragogen. Das ist gerade für mich ein sehr spannender Prozess. Der, so hoffe ich, auch hier bei Z&B bald einen festen Platz finden wird.

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10 Okt Das neue Modellprojekt in Kroge

In unserem neuen Multifunktionsgebäude entstehen eine Tagespflege, eine Kinderbetreuung Praxisräume für Therapeuten sowie Zahnarzt, Fußpflege und Friseur.

Das Projekt erhält Förderungen aus Landesmitteln von dem niedersächsischen Programm „Wohnen und Pflege im Alter“ sowie EU-Mittel aus dem Programm „LEADER“, die bei der Finanzierung unterstützen.

KITA für Mitarbeiterkinder

Für Familien ist es zunehmend schwer, Beruf und qualifizierte Kinderbetreuung unter einen Hut zu bekommen. Wir bei Zerhusen und Blömer möchten unser Kollegium stärken, wo wir können. Also haben wir gesagt: Dann lösen wir das Problem einfach selber. Wir bauen eine KITA, so dass unsere Kolleginnen und Kollegen Ihre Kinder einfach mit zum Dienst bringen können und im Abschluss wieder mit nach Hause nehmen können. Am Waldrand des Klosterwaldes gelegen bietet die neue KITA ideale Voraussetzungen für die optimale Betreuung der Kinder in unserer idyllischen Natur.

Die Arbeit mit Menschen findet rund um die Uhr statt und ist gleichzeitig schlecht planbar. Eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf stellt Pflegekräfte daher oft vor sehr große Herausforderungen.
 Als Familienunternehmen haben wir erkannt, dass wir unsere Mitarbeiter*Innen genau dabei mehr unterstützen wollen. Wir sehen es als unsere Aufgabe an Ihnen eine Möglichkeit zu geben, Ihren Beruf besser mit Ihrer Familiensituation vereinbaren zu können. (Ulrich Zerhusen)

Intergenerative Betreuung

Intergenerative Betreuung umfasst gemeinsame tägliche Begegnungen zwischen Jung und Alt. Dazu gehören beispielsweise ein gemeinsamer Spaziergang durch den angrenzenden Garten oder das gemeinschaftliche Backen eines Kuchens im Begegnungsraum. Denkbar sind auch regelmäßige gemeinsame Treffen während der morgendlichen Begrüßung. Die geplanten Aktivitäten werden nie länger als 20 Minuten dauern, weil sich einerseits gerade demenziell veränderte Menschen selten darüber hinaus konzentrieren können und andererseits sowohl Kinder als auch Senioren ihre Rückzugsmöglichkeit brauchen.
Aktivitätsbereiche und Ruhezonen werden so gestaltet, dass sie zum Mitmachen und Verweilen einladen. Das Herzstück des Gebäudes ist der Begegnungsraum, in dem die intergenerativen Begegnungen erlebt werden.

Julian Dieter zum Projekt

Seit wann stand die Idee einer betrieblichen Kinderbetreuung im Raum, ab wann hast du daran gearbeitet?

Die Idee gab es schon länger, Ulrich hatte schon früh erkannt, dass die Organisation einer Kinderbetreuung für den Schichtdienst in der Pflege eine besondere Herausforderung darstellt. Als ich im Sommer 2017 beim St. Anna-Stift Kroge anfing, war dies eines meiner ersten Projekte.

Welche Herausforderungen ergaben sich in der Anfangsplanung?

Die größte Herausforderung in der Zeit der anfänglichen Planung war die Entscheidung, für welche Betreuungsform wir uns entscheiden würden. Nach langen Überlegungen konzentrierten wir uns in der Planung auf die Kindertagespflege (KiTaP), da diese sehr viele Vorteile mit sich bringt! Kinder von 0-3 Jahren werden vormittags von Tagesmüttern betreut und am Nachmittag könnten wir die Betreuung als ergänzendes Angebot auch für Kinder über 3 Jahren ermöglichen.

Was hältst du von einer eigenen Kinderbetreuung? Lohnt sich das Projekt in deinen Augen?

In der heutigen Zeit erlebt man immer wieder, dass sich Familienstrukturen verändern, die Welt ist einfach weitläufiger geworden und nicht immer hat man die ganze Familie in der Nähe, die mich bei der Kinderbetreuung unterstützen kann. Eine KiTaP bietet viel Planungs- und Betreuungssicherheit und spart den Kolleg*Innen viel Stress.

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23 Sep Was gut sein will, muss auch verwaltet werden!

Zerhusen & Blömer wächst und unterhält verschiedene Geschäftsbereiche. Da liegt es nahe, innerhalb der Verwaltungsarbeit Synergien zu heben, um voneinander profitieren zu können. Für die neue Verwaltung wurde ein zentraler Ort gesucht, der nicht nur eine ausreichende Anzahl an Plätzen bietet, sondern auch gemeinsame Begegnungsstätte sein kann, an dem die Kollegen der Verwaltung optimal zusammenarbeiten können.

Umzug in ein neues Gebäude

Unsere Leitung der Verwaltung, Daniela Tiedeken, berichtet über die Planung und den Umzug in das neue Verwaltungsgebäude.

„Ende August 2021 habe ich mir die Räumlichkeiten der alten Volksbank in Kroge angesehen. Das Gebäude befindet sich genau zwischen dem ambulanten Pflegedienst und dem St. Anna-Stift. Für uns eine super Lage, um schnell zu allen Terminen zu gelangen.

Anfangs brauchte ich ein wenig Phantasie, da die untere Etage lediglich ein abgetrenntes Büro und einen weiteren großen Raum aufzeigte, wir jedoch deutlich mehr Räume benötigten. Anhand alter Grundrisse zeichnete ich schließlich neue Räume hinein und ließ meiner Kreativität freien Lauf.

Im Team überlegten wir uns eine sinnvolle Büronutzung, sodass 2-er Büros nicht jeden Tag volle acht Stunden zu zweit belegt sein müssen. Dadurch können wir intensiver Phasen der Konzentration nutzen.

Das beste an Teamarbeit ist, dass dir immer jemand zur Seite steht. (Margaret Carrey)

Wie ging es weiter?

Im zweiten Schritt wurde Kreppband auf den Boden geklebt, um sich die Wände besser vorstellen zu können und um den Platz zwischen Fenstern, Heizung und den Wänden sowie den Abstand der Schreibtische voneinander optimal anzupassen.

Dann erfolgte die Beauftragung der Handwerker. Um diese Abstimmungen hat sich André und das fleißige Team der Haustechnik gekümmert.

Als nächstes wurden Wünsche zur Ausstattung im Team diskutiert. Dazu gehören heute höhenverstellbare Schreibtische, eine vernünftige Beschattung und ein optimaler Einsatz von vorhandenem Mobiliar.

Im Februar konnten wir schließlich einziehen. Wir sind uns im Team einig: Es ist schön, dass wir nun nicht mehr alle verteilt, sondern zusammen an einem Ort arbeiten! Die Zusammengehörigkeit als Team ist noch besser geworden, denn die kurzen Wege erleichtern eine schnelle und direkte Kommunikation untereinander!“

Es ist immer wieder schön, wenn aus unserer Teeküche ertönt:

Ich habe gekocht – es gibt Kaffee!
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22 Apr Ostern, die Zeit des Neubeginns

Vor einem Monat hatten wir den kalendarischen Frühlingsanfang. Die Sonnenstrahlen erreichen uns und merklich kehrt in den letzten Wochen und Monaten auch wieder mehr Lebendigkeit in das St. Anna-Stift in Kroge. Wir möchten die Gelegenheit nutzen, kurz zurückzublicken. Wir haben ein Jahr voller Veränderungen hinter uns. Zwei Jahre der Pandemie, zwei Jahre mit Zeiten der Quarantäne und der Rücksichtnahme. Seit fast zwei Monaten tobt der Krieg in der Ukraine. Es war ein Jahr, das uns allen viel Neues abverlangte. Abstand zu halten, anstatt aufeinander zuzugehen. Gleichzeitig möchten wir nochmal das Augenmerk darauf richten, was dieses Jahr noch alles mit sich brachte. Wir haben gemeinsam mit viel Zuversicht und Zusammenhalt gemeinschaftliche Solidarität gelebt. Wir mögen uns räumlich voneinander entfernt haben, unsere Herzen sind jedoch näher zusammengerückt in dem großen Willen der Rücksicht auf die Gemeinschaft.

Freude am Dekorieren

In der Tagespflege Wieferigs Hof wurde bereits vor Ostern fleißig dekoriert. Gemeinsam haben wir einen Tag genutzt, um uns auf Ostern einzustimmen und wunderschöne Osterdeko herzustellen. Es ist immer wieder berührend zu sehen, wie zufrieden und stolz unsere Gäste sind, wenn ihnen etwas Schönes gelungen ist und wenn sie sehen und merken, wozu sie weiter fähig sind. Manchmal haben sie es nämlich selbst gar nicht mehr für möglich gehalten. Die kleinen selbst hergestellten Osterschälchen werden dadurch viel mehr als nur Deko. Sie sind ein Symbol für all die Ressourcen, die jeder Mensch noch bis ins hohe Alter haben kann.

Neubeginn

An Ostern geht es um so viel mehr, als die bunten Eier und die Schokoladenhasen. Wir befinden uns gleichzeitig in einer Zeit des Neubeginns, in der die Natur ihre Knospen entfaltet. Was grau war, wird grün. Was im Verborgenen lag, tritt zum Vorschein. Diese besondere Zeit ist doch immer wieder eine Offenbarung. Und die gleiche Symbolik hat auch Ostern.

Gott aber, der voll Erbarmen ist (...), hat uns in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, zusammen mit Christus wieder lebendig gemacht. (Eph 2,4)

Solidarität leben

Auch wenn wir deutlich spüren, dass wir alle bei Zerhusen & Blömer und im St. Anna Stift in Kroge aufatmen, so ist es nach wie vor wichtig, dass wir  weiterhin  einfühlsam miteinander umgehen. Noch in den letzten beiden Jahren gab es Zeiten, da waren wir alle in Quarantäne, konnten nicht in den Garten. Wie schön ist es doch, dass wir jetzt wieder die Natur genießen können. Es ist ein vorsichtiges und bedächtiges Aufblühen. Weiterhin möchten wir Sie bitten, sich an die gegebenen Sicherheitsmaßnahmen und Hygieneregeln zu halten.

Dank

Diese Zeit eignet sich besonders, um Danke zu sagen. Danke, dass wir im Verhältnis relativ gut durch diese so ungewöhnlichen Lebensbedingungen gekommen sind. Wir danken Ihnen von ganzem Herzen für Ihr Verständnis, das gute Miteinander und unsere Spendenaktion zugunsten der ukrainischen Menschen. Während der Pandemie bedeutet es, weiterhin achtsam zu sein. Ihre Mithilfe wissen wir sehr zu schätzen.

Ihre Familien Zerhusen und Blömer

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15 Mrz Frieden und Hoffnung

Welch schlimmen Nachrichten und Bilder ereilen uns aus der Ukraine. Enstprechend ist der Krieg ein großes Thema in unseren Einrichtungen. Bei manchem unserer Bewohner*innen und Tagespflegegästen kommen gar dunkle Erinnerungen an Flucht und Vertreibung aus der eigenen Kindheit wieder hoch.

Friedenslicht

Es ist für uns nun wichtig, nicht einfach nur fassungslos und handlungsunfähig zu erstarren. Die aktuellen Geschehnisse zu be- und verarbeiten kann für uns alle und besonders für unsere Bewohner*innen und Gäste nun den Schock mildern. Hier helfen Rituale. Daher ist unsere Tagespflege mit den Gästen zur St. Anna-Kluus gefahren. Hier haben wir Lichter angezündet und uns mit den Ukrainerinnen und Ukrainern im Gebet verbunden. Vielen Dank an unser Team Thomas und Dominik, die diesen Tag initiiert und betreut haben.

Was für eine Welt könnten wir bauen, wenn wir die Kräfte, die ein Krieg entfesselt, für den Aufbau einsetzten. (Albert Einstein)

Hilfsgüter

Am Wochenende sind zwei unserer Tagespflegebusse mit Hilfsgütern rund 1200 km weit an die polnisch-ukrainische Grenze gefahren, um ein bisschen Hoffnung zu geben. Dort haben wir u.a. Verbandsmaterial und Medikamente verteilt. Wir danken allen Spendenden für die tollen und nützlichen Sachen und unserem Team der Fahrer*innen! Ihr habt wirklichen Einsatz für die Menschen gezeigt und das macht uns ganz besonders stolz auf euch!

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12 Jan Der große Baustart

Wir starten voller Tatendrang ins neue Jahr: der Spatenstich für unsere neue  KITA für Mitarbeiterkinder in Kombination mit Tagespflege und Therapiezentrum ist gesetzt!

KITA für Mitarbeiterkinder

Für Familien ist es zunehmend schwer, Beruf und qualifizierte Kinderbetreuung unter einen Hut zu bekommen. Wir bei Zerhusen und Blömer möchten unser Kollegium stärken, wo wir können. Also haben wir gesagt: Dann lösen wir das Problem einfach selber. Wir bauen eine KITA, so dass unsere Kolleginnen und Kollegen Ihre Kinder einfach mit zum Dienst bringen können und im Abschluss wieder mit nach Hause nehmen können. Am Waldrand des Klosterwaldes gelegen bietet die neue KITA ideale Voraussetzungen für die optimale Betreuung der Kinder in unserer idyllischen Natur.

Intergenerationelle Tagespflege

Gleichzeitig haben wir gemerkt, wie stark Generationen voneinander profitieren, wenn sie ungezwungene Räume der Begegnung haben. Wir glauben, dass wir Möglichkeiten der Generationenbegegnung brauchen, die außerhalb der Familie stattfinden. Jung und Alt zusammen, so dass beide voneinander profitieren können, aber auch eigene Rückzugsmöglichkeiten haben. Marie-Luise Bertels hat selbst drei kleine Kinder, Ulrich Zerhusen vier.

Wie viele wunderbare Situationen haben wir schon mit unseren Kindern und Bewohnern in unseren Pflegeeinrichtungen erlebt. Wir glauben fest daran, dass wir Menschen zusammenbringen sollten, anstatt zu separieren. (Marie-Luise Bertels)

Interdisziplinäres Therapiezentrum

Im 1. OG des Gebäudes kann man in Zukunft eine Reihe verschiedener Therapeutinnen und Therapeuten finden. Hier entstehen Praxisräume für Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Fußpflege und Podologie, sowie ein Haar- und Kosmetiksalon. „In der Pflege, Betreuung und Aktivierung von älteren Menschen werden oft die therapeutisch arbeitenden Fachkolleginnen und -kollegen viel zu wenig eingebunden. Ein älterer Mensch profitiert enorm vom Zugang zu diesen Fachbereichen. Wir wollen hier am Standort ein interdisziplinäres Team aus Expertinnen und Experten vereinen, damit unsere Bewohnerinnen und Bewohner, Tagespflegegäste und Kinder das genießen können, auf das es wirklich ankommt: schöne Momente des Miteinanders.

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15 Sep Pflegekräfte sind kein Spielzeug

Nach einem Demo-Aufruf unseres Berufsverbandes bpa waren wir mit dem Team des ambulanten Pflegedienstes von Zerhusen & Blömer in Hannover. Dort haben wir  unter dem Motto“ Faire Löhne – faire Vergütung“ vor dem Landtag für bessere Bedingungen in der Pflege demonstriert. Wir sind mit drei Firmenwagen am frühen Morgen los. In Hannover haben wir uns dort auf dem Schützenplatz mit anderen Pflegediensten aus ganz Niedersachsen getroffen. Unsere Kollegin Petra war mit dabei und berichtet:

„Hallo, ich bin Petra und ich bin bei Zerhusen & Blömer als Pflegefachkraft in der ambulanten Pflege tätig. Ich arbeite gern mit alten Menschen. Es macht mir Freude, die Menschen in ihrem gewohntem Umfeld zu unterstützen, damit sie so lange wie möglich in ihrem Zuhause bleiben können. In Hannover haben wir uns zur Demonstration auf dem Schützenplatz mit anderen Pflegediensten aus ganz Niedersachsen getroffen. Ich war erstaunt wie viele gekommen waren.“

Es waren wohl 1000 Pflegekräfte mit 700 Autos vor Ort. (Petra)

„Nach einer Begrüßung wurde von jeder Pflegekraft ein blau weißer Wasserball aufgeblasen, die dann in einem Netz gesammelt und dem Landtag der zuständigen Behörde übergeben wurden. Hintergrund war, dass wir bereits seit langem sagen „Pflegedienste sind kein Spielzeug“! Wir als Pflegekräfte fuhren in einem Autokorso und Hupkonzert von der Polizei begleitet durch Hannover zum Landtag und zum Schützenplatz zurück. Es war eine tolle und für die Arbeit in der Pflege wichtige Aktion.“

Es kann nicht sein, dass seit Jahren alle Verhandlungen mit den Kassenvertretern im Sande verlaufen und „WIR“ Pflegekräfte weiter zuschauen. (Petra)

„Unser Chef, der Uli, bemüht sich sehr unsere Arbeit zu würdigen. Er setzt sich für seine Mitarbeiter ein und kämpft für „UNS“. Doch alleine kann er die Kohlen nicht aus dem Feuer holen. Wir als Pflegekräfte müssen Aufstehen und selber auch was tun. Darum habe ich heute den Schritt gemacht und lautstark zum Ausdruck gebracht, wie wichtig es ist eine Lösung zu finden.  „Wir sind kein Spielzeug!“ Ich bin Stolz ein Teil des Unternehmens „Zerhusen & Blömer“ zu sein.“

Liebe Petra, danke für deinen Beitrag und deine Unterstützung bei der Demo. Ebenfalls ein dickes Danke an das Team, welches mitgekommen ist sowie an die Kolleg:innen, die in dieser Zeit unsere Pflegekunden versorgt haben. Ihr seid spitze!

Unter diesem Link können Sie einen Bericht von SAT.1 Regional über die Demo sehen.

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